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Donnerstag, 14. Dezember 2017
IEFSF 2017 » Spannender Abschluss des Erfurter Frauenschachfestivals 2017
IEFSF 2017


07.08.2017 - 10:57 von Jonathan Carlstedt


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v.l. Marta Michna Platz 2, Elisabeth Pähtz - Deutsche Meisterin und Judith Fuchs Platz 3

zu ChessResults mit allen Ergebnissen und Endtabellen der Meisterschaft.
Bilder zur Meisterschaft und Siegerehrung sind in diesem Link zu sehen.

Das hatte wohl kaum einer erwartet. Die bisher so souverän auftretende Elisabeth Pähtz geriet am zweiten und letzten Tag der Deutschen Frauen Blitzmeisterschaft unter Druck. Bereits ihre 1. Partie am Sonntag, die 26. Runde insgesamt, konnte sie nicht gewinnen. Gegen Judith Fuchs begann für Elisabeth das, was man mit Fug und Recht als harten Arbeitstag bezeichnen kann. Doch der Start mit einer 0 sollte nicht das letzte Problem für die Deutsche Nummer 1 und Deutsche Schnellschachmeisterin gewesen sein, denn auch in den darauf folgenden Runden konnte sie die selbst gesteckten Ziel bezüglich Punkteausbeute nicht erreichen, während Marta und vor allem Judith einen beinah perfekten Start aufs Brett zauberten. Bald war die Situation so spannend wie man es sich nur träumen kann. Judith, Marta und Elisabeth pflügten punktgleich durch das Feld und lieferten sich ein spannendes Dreier-Fernduell. Der Vergleich zur Tour de France bietet sich hier an, denn die drei Ausreißen wurden von einem ebenfalls 3 Spielerinnen umfassenden Verfolgerfeld gejagt. In diesem Verfolgerfeld befand sich mit Ann-Marie Mütsch die große Überraschung des Turniers. Nach ihrem Start mit 20 aus 25 Punkten schaffte sie es auch am zweiten Tag die Konzentration hoch zu halten und mit der Deutschen Spitze mitzuhalten. Sarah Hoolt versuchte ebenfalls irgendwie Anschluss an die Spitze zu halten, musste aber aufgrund einer schwachen Phase in der Mitte der zweiten Hälfte abreißen lassen. Filiz Osmanodja gab alles im Kampf um die Preisgelder ein Wörtchen mitzureden, realistische Chancen um den ersten Platz mitzuspielen, waren nur ihren größten Fans noch sichtbar..
Der Rest des Feldes, das Peleton, war bereits abgeschlagen und konnte das Turnier nur noch durch Überraschungen beeinflussen.
Aus der Spitzengruppe musste sich zuerst Judith Fuchs verabschieden. Nach einer Niederlage gegen Manuela Mader, schaffte sie es nicht mehr in die Spur zu kommen „ Ich muss langsam mal wieder vernünftiges Schach spielen“, sagte Judith nach der zweiten Niederlage in Folge prophetisch. Doch sie schaffte es nicht mehr zurück in den nötigen „Flow“ zu finden. Trotzdem reichte es am Ende für einen starken 3.Platz.
Ann-Marie hielt das hohe Tempo bis zum Ende durch und hätte fast sogar noch Judith abgefangen. Die Szene-Kenner haben die junge Eppingerin schon lange auf dem Zettel, nun weiß es ganz Schach-Deutschland. Hier wächst ein starkes und vor allem schnelles Talent heran.
Den letzten Preisgeldplatz belegte am Ende Sarah Hoolt. Der fünfte Platz ist sicherlich nicht das was sich Sarah zu Beginn, des Turniers vorgestellt hatte. Doch nach einer anstrengenden Woche, kann man nach 50 Runden Blitzschach nicht mehr seine volle Leistung abrufen. Trotzdem ist der fünfte Platz bei einer solchen Meisterschaft ein starkes Ergebnis.
Damit kommt Filiz Osmanodja auf dem 6.Platz ein, aber nicht ohne noch mal im Titelrennen ein Wörtchen mitzureden. Denn Marta und Elisabeth marschierten, nachdem Judith das Tempo nicht mitgehen konnte, Seit an Seit von Runde zu Runde. Beide hatten noch gegen Filiz zu spielen. Während Elisabeth Filiz schlagen konnte, musste Marta in ein Remis einwilligen. Damit geht der Glückwunsch zum Turniersieg an die neue und alte Deutsche Blitzmeisterin Elisabeth Pähtz! Aber auch Martas 2.Platz ist aller Ehren wert, wir haben eine würdige Vizemeisterin gekürt.
50 Partien Blitzschach sind eine lange Distanz, aber Kondition ist inzwischen Teil unseres Sports wie das Wissen über Eröffnungen und die nötigen taktischen Fähigkeiten. Eine großartige Meisterschaft, mit viel Aufregung und Spannung!

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IEFSF 2017 » Anastasia Erofeev gewinnt Mädchen Grand Prix
IEFSF 2017


06.08.2017 - 15:57 von Jonathan Carlstedt


Beim Mädchen Grand Prix fiel die Entscheidung, ähnlich wie bei der Deutschen Blitz Einzelmeisterschaft der Frauen, in der letzten Runde. Anastasia Erofeev kam in der 4. Runden, Sonntag morgen, nicht über einen halben Punkt hinaus. Zwar ging sie damit trotzdem mit 3,5 Punkten als alleinige Erste in die letzte Runde, doch es gab eine ganze Reihe Spielerinnen mit 3 Punkten. Darunter Elisa Reuter, die Anastasia den halben Punkt abnahm. Elisa spielte in diesem Sommer viel Schach, mit großen Erfolg. Beim Lüneburger VMCG-Schachfestival lehrte sie den Gegnern das Fürchten und auch in Erfurt beweist sie, was für eine starke Schachspielerin sie ist. Auf ebenfalls 3 Punkte vor der letzten Runde kam Andrea-Alexandra Roncea, die vor Ort von ihrem Vater betreut wurde. Elyse Habersetzer und Ekaterina Alferova hatten ebenfalls noch die Chance mit einem Sieg gegen ihre Gegnerinnen auf 4 Punkte zu kommen und Anastasia unter Druck zu setzen. Die Aufgabe in der letzten Runde für eine Überraschung zu sorgen fiel Alexandra Mundt zu, die auch auf eine Ausbeute von 3 Punkten aus 4 Partien kam und nun in der letzten Runde gegen Anastasia gelost wurde. Alexandra nahm die Aufgabe an und konterte Anastasias Damengambit mit dem berühmt berüchtigten Albins Gegengambit. Das hat zwar einen zweifelhaften Ruf, kommt aber für eine „Must-Win-Situation“ wie diese durchaus in Frage. Doch Anastasie behielt die Nerven und vor allem den durch das Gambit gewonnen Bauer. Als auch der letzte Rest Kompensation vom Brett verschwand spielte Anastasie die Partie nach Hause und gewann das Finale des Mädchen Grand Prix 2017 in Erfurt, herzlichen Glückwunsch. Ein großes Lob geht auch an Alexandra, die ohne Angst kompromisslos nach vorne spielte und versuchte Anastasia vom Thron zu stoßen. Anastasia gewann sogar mit einem vollen Punkt Vorsprung ins Ziel, da alle ihre Verfolgerinnen die Punkte teilten.
Auf den Plätzen 2 und 3 kamen nach langem Kampf Elisa und Elyse ein, punktgleich mit Larissa, Ekaterina und Andrea-Alexandra. Ein Lob geht ebenfalls an alle anderen Teilnehmerinnen, die tolles Schach gezeigt haben, viel gelernt haben und hoffentlich dieses Turnier in Erfurt in bester Erinnerung behalten.

Der Schachförderverein Region Erfurt bedankt sich bei der Deutschen Schachjugend. Nicht nur für die Vergabe der Ausrichtung in die Thüringer Landeshauptstadt, sondern auch für das ins Leben rufen einer wichtigen neuen Komponente im Bereich Mädchenschach und deren Förderung.

zu ChessResults mit allen Ergebnissen und Endtabellen der Meisterschaft. Die Partien Runde 4 und 5 folgen noch.
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